„Wenn Udes Urlaub auf dem Bauernhof auch nur ein bisschen
Wirtschaftskraft von München in den ländlichen Raum bringt, kann ich die
Aktion nur begrüßen. Ansonsten bringt die Werbeveranstaltung nichts.“ Mit
diesen Worten kommentierte Georg Schmid, der Vorsitzende der CSU-Fraktion im
Bayerischen Landtag, den geplanten Besuch des designierten SPD-Kandidaten
Christian Ude auf dem Bauernhof von Freie-Wähler-Parteichef Hubert Aiwanger
in Niederbayern.
„Ude und Aiwanger planen 30 Minuten für eine deftige Brotzeit, für
Kennenlernen und sich menschlich näher kommen und sie wollen nach eigenen
Angaben über Breitbandversorgung, regionale Energiemodelle, heimische
Nahrungsmittelproduktion, Tourismus, Verkehrsanbindungen und die Zukunft der
Schulstandorte reden. Das sind, wenn Ude und Aiwanger die Brotzeit in sechs
Minuten ‚runterschlingen‘, genau vier Minuten je Thema. Für die
anschließende Pressekonferenz haben sich die beiden eine Stunde Zeit
genommen. Da sieht man, was man von der Veranstaltung zu halten hat“, sagte
Schmid.
Wer so Politik mache und die Sorgen um das Land der Show opfere, der
erzeuge allenfalls Politikverdrossenheit. Mit ernsthaftem Bemühen um das Land
habe die Wahlveranstaltung nichts zu tun, kritisierte der CSU-Fraktionschef.