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FuW©2010

Bocklet für 2. S-Bahn-Stammstrecke und S4-Ausbau

 
Landtagsvizepräsident spricht von „untragbaren Zuständen“ auf S 4

In einer Aktuellen Stunde des Bayerischen Landtags sprach sich Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet nachdrücklich für den Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke und den Ausbau der S 4 aus. Auch nach dem Scheitern der Olympiabewerbung von München bleibe die 2. S-Bahn-Stammstrecke dringlich. Sie sei das Herzstück des zukünftigen Nahverkehrs in München und in der Region und bilde das Rückgrat des Bahnknotenkonzepts München, dass Staatsregierung und Landtag im Frühjahr 2010 beschlossen haben. Bocklet wies auch darauf hin, dass die Planungen für die 2. Stammstrecke von den Maßnahmen des Bahnknotenkonzepts München am weitesten fortgeschritten sind. Entscheidend sei es nun, dass das Bahnknotenkonzept nicht in Zweifel gezogen, sondern „von allen relevanten politischen Kräften gemeinsam und geschlossen dem Bund gegenüber vertreten“ werde. Zum Beleg dafür, dass die Verwirklichung des Bahnknotenkonzepts unbestritten dringlich ist, nannte der Stimmkreisabgeordnete den prognostizierten Bevölkerungszuwachs im Münchener S-Bahn-Bereich von ca. 200.000 Menschen innerhalb der nächsten 15 Jahre sowie die Tatsache, dass heute schon 60 Prozent des gesamten Schienenpersonennahverkehr Bayerns in diesem Raum stattfinden.

Besonders hob MdL Bocklet die Situation auf der S 4 hervor. Er forderte den Ausbau „der am stärksten frequentierten S-Bahn von Pasing bis Eichenau, wo die Menschen inzwischen zurecht massiv gegen die untragbaren Zustände rebellieren, nachdem mit der Verlegung der Flughafen-Linie auch noch die Ausstattung mit Langzügen reduziert worden ist“. Abschließend appellierte der Landtagsvizepräsident an das Hohe Haus: „Wir sollten angesichts der ständigen massiven Störungen im S-Bahn-Betrieb alles tun, damit wir in den nächsten Jahren nicht in eine umgekehrte Situation wie bei Stuttgart 21 geraten, dass Menschen aufstehen und demonstrieren, damit endlich etwas geschieht und gebaut wird.“

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